Lebertransplantation
19.04.2026
Erstmals konnten in einer Pilotstudie Immunsuppressiva nach Lebertransplantation durch eine Immunmodulation erfolgreich über mehrere Jahre abgesetzt werden.
Einige Wochen vor der Transplantation wurden Monozyten aus dem Blut des Spenders gefiltert. Die Monozyten wurden anschließend dazu gebracht, regulatorische dendritische Zellen (DCregs) zu bilden, die dem Immunsystem des Empfängers „beibringen“, fremde und körpereigene Zellen zu unterscheiden. Die DCregs des Spenders wurden dem Empfänger eine Woche vor der Transplantation infundiert, in der Hoffnung, dass sie das Immunsystem zu modulieren und die Spenderleber als körpereigen anzuerkennen.
Ein Jahr nach der Transplantationsoperation wurde das Immunsystem der Empfänger getestet, ob ein Absetzen der Immunsuppression möglich ist. 8/13 Personen waren dafür geeignet und vier konnten die Immunsuppression vollständig beenden, wobei drei davon länger als drei Jahre ohne Immunsuppressiva blieben.




