American Association for the Study of Liver Diseases Logo62st Annual Meeting of the American Association for the Study of Liver Diseases
4.-8.11.2011 - San Francisco

Der AASLD 2011 findet traditionell in der ersten Novemberwoche statt. In diesem Jahr werden sicherlich erneut die HCV-Proteasehemmer im Mittelpunkt stehen, in erster Linie Boceprevir und Telaprevir. Mit Spannung erwartet werden aber auch Daten zu den zahlreichen Nachfolgern sowie den Interferon-freien Regimen. 



Tenofovir bei HIV/HBV

Eine Tenofovir-Therapie führt bei HIV/HBV-Koinfizierten langfristig fast immer zur Absenkung der HBV-Viruslast unter die Nachweisgrenze. Bei manchen Patienten kommt es auch zum HBsAg-Verlust. Die Wahrscheinlichkeit eines HBsAg-Verlustes korreliert mit der Immunrekonsitution und mit dem HBsAg-Spiegel. weiter

Rückgang der Zirrhose bei Tenofovir-Langzeittherapie

Die erfolgreiche Therapie der chronischen Hepatitis B mit Tenofovir kann langfristig zu einem Rückgang der Leberzirrhose führen. weiter

Re-Therapie nach Telaprevir-Versagen

Bei einem Therapieversagen unter Telaprevir kann sich eine Resistenz entwickeln. Die resistenten Viren verschwinden spontan innerhalb von einigen Jahren. Eine erneute Behandlung mit Telaprevir könnte aussichtsreich sein. weiter

Telaprevir bei HIV/HCV-Koinfektion: 24-Wochen-Analyse bestätigt 12-Wochen-Daten

Auch nach 24 Wochen sprachen HIV/HCV-koinfizierte Patienten nach wie vor besser auf die Tripletherapie Telaprevir plus pegIFN/RBV als auf pegIFN/RBV an: Eine nicht nachweisbare HCV-Viruslast hatten zu diesem Zeitpunkt 71% versus 55% der Patienten.weiter

Duale Kombination BMS-790052 und BMS-650032 wirkt bei Nullespondern

Neun von zehn japanischen Nullrespondern HCV-Genotyp 1b erreichten mit einer dualen Kombination aus dem NS5A -nhibitor Daclatasvir (DCV; BMS-790052) und dem NS3-Proteaseinhibitor Asunaprevir(ASV; BMS-650032) eine SVR. --

SOUND-C2: BI201335 plus BI207127 plus Ribavirin

Mit der Interferon-freien oralen Tripletherapie aus dem Proteasehemmer BI201335, dem Polymerasehemmer BI201127 und Ribavirin erreichen bis zu 76% der Patienten nach 12 Wochen Therapie eine Viruslast unter der Nachweisgrenze, ohne Ribavirin sind es 57%. --

SILEN-C3: 12- und 24-Wochen BI201335 vergleichbar

Mit 1x täglich 120mg BI201335, einem NS3/4A-Proteasehemmer, plus pegIFN/RBV erreichten nach 12 und nach 24 Wochen Tripletherapie 65% bzw. 73% (n.s.) eine SVR. --

ATLAS: 85% SVR-Rate mit Danoprevir-haltiger Tripletherapie

Mit der Response-gesteuerten Tripletherapie mit dem HCV-Proteasehemmer Danoprevir (ehemals RG7227) plus pegIFN/RBV erreichten 85% der therapienaiven HCV-Patienten Genotyp 1 eine SVR im Vergleich zu 42% der Patienten unter pegIFN/RBV. --

ELECTRON: Interferon-alfa bei PSI-7977 nicht nötig

Auf die duale 12-wöchige Therapie mit dem einmal täglichen Uridin-Nukleotidanalogon PSI-7977 plus Ribavirin sprachen alle 40 Patienten mit dem HCV-Genotyp 2 und 3 rasch an (100% RVR) und erreichten auch alle eine SVR (100% SVR).  --

PROVIDE: Boceprevir bei Nullrespondern

Insgesamt 38% der Nullresponder aus den Kontrollarmen der Zulassungsstudien SPRINT-2 und RESPOND-2 erreichten mit der Boceprevir-haltigen Tripletherapie eine SVR. --

Nachrichten

  • Boceprevir und geboosterte Proteasehemmer

    10. Februar 2012: Pharmakokinetische Studien belegen relevante Interaktionen von Boceprevir (Victrelis®) mit geboosterten Proteasehemmern.weiter

  • Automatisierter Bluttest für Leberfibrose

    31. Januar 2012: Siemens bietet den ersten schnellen, automatisierten Biomarker-Test zur Diagnose und Beurteilung einer Leberfibrose an. Der ELF-Test (Enhanced Liver Fibrosis-Test) dauert rund eine Stunde. Er benötigt nur eine Blutprobe.weiter

  • Gilead kauft Pharmasset

    22. November 2011: Gilead Sciences erweitert mit dem Einkauf sein Hepatitis-C-Portfolio.weiter

  • Hepatitis C
    Boceprevir bei HIV/HCV-Koinfektion

    25. Oktober 2011: Die Tripletherapie mit dem HCV-Proteasehemmer Boceprevir ist auch bei HIV/HCV-Koinfektion hochwirksam. Bei 70% der Patienten war HCV zu Woche 24 nicht mehr nachweisbar.weiter

  • Telaprevir und Raltegravir: Keine Interaktion

    21. September 2011: Die Kombination des HCV-Proteasehemmers mit dem Integrasehemmer Raltegravir hat keine klinisch relevanten Wechselwirkungen.weiter

  • Hohe SVR mit BMS-790052

    21. September 2011: In einer Phase-2-Studie erreichten bis zu 83% der Patienten nach einer Tripletherapie mit dem neuen NS5A-Inhibitor eine SVR.weiter

  • Telaprevir (Incivo®) zugelassen

    20. September 2011: Der HCV-Proteasehemmer wurde von der Europäischen Behörde für Arzneimittel (EMA) zur Behandlung von Patienten mit chronischer Hepatitis C Genotyp 1 in Kombination mit pegyliertem Interferon und Ribavirin zugelassen ...weiter

  • Telaprevir erhält Zulassungsempfehlung

    22. Juli 2011: Die europäische Zulassungsbehörde EMA hat vom Ausschuss ein positives Votum für die Zulassung des HVC-Proteasehemmers Telaprevir erhalten.weiter

  • HCV-Proteasehemmer Boceprevir in Europa zugelassen

    18. Juli 2011: Die European Medicine Agency (EMA) hat den HCV-Proteasehemmer Boceprevir zur Behandlung der chronischen Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV) vom Genotyp 1 zugelassen.weiter

  • Abbott plant neue Formulierungen

    18. Juli 2011: Das Unternehmen Abbott entwickelt eine neue Fixkombination von Lopinavir/Ritonavir (Kaletra®) mit Lamivudin sowie eine Pulverform von Ritonavir (Norvir®).weiter

  • Hepatitis C
    Boceprevir und Telaprevir in den USA zugelassen

    24. Mai 2011: Die beiden HCV-Proteasehemmer Boceprevir (VictrelisR) und Telaprevir (IncevekR) wurden zugelassen in Kombination mit pegyliertem Interferon alfa und Ribavirin.weiter

  • Hepatitis C
    Boceprevir und Telaprevir in den USA für die Zulassung empfohlen

    29. April 2011: Das Advisory Board für antivirale Medikamente der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA hat jeweils einstimmig die Zulassung der beiden HCV-Proteasehemmer Boceprevir und Telaprevir für therapienaive und vorbehandelte Patienten mit chronischer Hepatitis C empfohlen. Über die Zulassung der beiden HCV-Proteasehemmer wird die FDA am 23. Mai entscheiden.weiter

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