Hepatitis Delta

Hepatitis D besitzt den gleichen Infektionsweg wie das Hepatitis B Virus. Die Hepatitis D ist eine durch das Hepatitis-D-Virus (HDV) hervorgerufene Infektionserkrankung. Das HDV ist ein defektes Virus mit einem viroidähnlichem Genom (kleine Einzelstrang-RNA), an das das Hepatitis-Delta-Antigen (HDAg) gebunden ist. Das HDV-Genom kann zwar unahbhängig von HBV replizieren, für Morphogenese, Freisetzung und Infektiösität benötigt HDV aber die Hüllproteine des Hepatitis B Virus. HDV kann entweder simultan mit HBV (Koinfektion) übertragen werden oder aber einen HBV-Träger infizieren (Superinfektion). Beide Fälle können sowohl akut als auch chronisch verlaufen. Koinfektionen findet man bei 5% der Patienten mit einer chronischen Hepatitis B Infektion. Eine Hepatitis D Testung wird somit bei neu diagnostizierten HBV-Infektionen sowie bei fahlender Testung bei bekannter HBV-Infektion empfohlen. Insbesondere bei Exazerbationen einer chronischen Haptitis B sollte eine HDV-Superinfektion ausgeschlossen werden. Eine Impfung gegen Hepatitis B schützt gleichzeitig gegen eine Hepatitis-D Infektion

Nachrichten

  • Entschädigung der Opfer des Blutskandals

    17. April 2017: Mahnung zum Welt-Hämophilie-Tagweiter

  • Epclusa® und Harvoni® günstiger

    14. April 2017: Die Preise der beiden Medikamente gegen Hepatitis C wurden zum 1. April 2017 gesenkt.weiter

  • Vemlidy® verfügbar

    05. April 2017: Indikation des Medikamentes ist die Behandlung der chronischen Hepatitis Bweiter

  • Neue Webseite

    05. April 2017: Die Webseite der „Akademie für Infektionsmedizin“ hat ein neues Gesicht.weiter

  • IQWiG: Kein Zusatznutzen für Elbasvir/Grazoprevir

    21. März 2017: Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit (IQWiG) sieht keinen Zusatznutzen für Elbasvir/Grazoprevir verglichen mit Sofosbuvir/Ledipasvir und Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir plus Dasabuvir.weiter

  • Zulassungsänderung Viekirax® plus Exviera®

    02. März 2017: Bei HCV-Patienten Genotyp1b und minimaler bis moderater Fibrose ist nun auch eine 8-Wochen-Therpaie mit Ombitasvir/Paritaprevir/Ritonavir plus Dasabuvir möglich.weiter

  • Hepatitis C bei PrEP

    08. Februar 2017: Bei MSM unter PrEP scheinen Hepatitis C-Infektionen häufiger zu sein.weiter

  • Glecaprevir/Pibrentasvir

    30. Januar 2017: Die Europäische Arzneimittelagentur gewährt ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für Glecaprevir/Pibrantasvir (G/P) zur Behandlung von HCV-Patienten aller Genotypen.weiter

  • AbbVie gibt Rabatt

    22. Januar 2017: Das Unternehmen AbbVie hat neue Rabattverträge geschlossen.weiter

  • TAF bei Hepatitis B zugelassen

    16. Januar 2017: Das Medikament wird unter dem Namen Vemlidy® vertrieben.weiter

  • Therapie Hepatitis C

    15. Januar 2017: Praxisnahe Empfehlungen der niedergelassenen Gastroenterologen.weiter

  • G-BA Beschluss zu Epclusa®

    09. Januar 2017: Es wurde ein Zusatznutzen festgestellt bei GT 2 und 3 sowie GT2-6 bei dekompensierter Zirrhose.weiter

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