Hepatitis B auf dem Rückmarsch

02. November 2016

Insgesamt nimmt die Häufigkeit chronischer Hepatitis-B-Infektionen ab – es bleiben aber Hochrisikoregionen und einige Länder, in denen HBV nach wie vor zunimmt.

Das ergab eine Untersuchung in 50 Ländern von Wissenschaftlern des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braunschweig. Demnach sinkt die Anzahl der Hepatitis B Brasilien, China und Malaysia, steigt jedoch mit bis zu 7% im Jahr in Nigeria und Uganda an. Auch im westlichen Pazifikraum ist die Hepatitis B auf dem Rückmarsch. In Europa ergaben sich vier unterschiedliche Szenarien: Länder mit stabil hoher oder steigender Prävalenz in der Bevölkerung wie Russland, Polen und Rumänien, einkommensstarke Länder – meist in Westeuropa – mit historisch sehr niedriger und kaum veränderter Infektionslast, Länder mit historisch hohem Infektionsaufkommen und einem mittelstarken Rückgang wie die Türkei und Albanien sowie Länder, in denen Hepatitis B eine geringe Rolle spielt und jährlich stark abnahm, zum Beispiel Griechenland. Die Wissenschaftler machen vor allem die Impfung gegen Hepatitis für den Rückgang in vielen Ländern verantwortlich.

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