Vor Beginn einer HCV-Therapie auf HBV testen

01. Oktober 2016

Das Risiko einer Reaktivierung der Hepatitis B während oder nach einer Hepatitis-C-Therapie ist nicht vorhersagbar, deshalb sollte vor Beginn auf Hepatitis B getestet und die Patienten während der HCV-Therapie engmaschig überwacht werden.

Bei einer HVC/HBV-Koinfektion ist die HBV-DNA-Konzentration meist sehr niedrig oder nicht nachweisbar und kann stark schwanken. Während oder nach einer HCV-Clearance kann es zu einer HBV-Reaktivierung kommen, die leicht aber auch fulminant und lebensbedrohlich verlaufen kann. Die aktuellen europäischen und die amerikanischen Leitlinien empfehlen deshalb, bei Patienten vor Beginn einer HCV-Therapie eine Hepatitis-B-Serologie durchzuführen. Bei chronischer Hepatitis B (HBs-Ag positiv) oder bei okkulter Hepatitis B (HBV-DNA positiv bei negativem HBs-Ag und positivem Anti-HBs) ist eine HBV-Therapie indiziert. Bei durchgemachter Hepatitis B (anti-HBs und anti-HBc) wird empfohlen, die Leberwerte während der HCV-Therapie engmaschig zu überwachen. Die Hepatitis-C-Therapie ist bei HCV/HBV-Koinfektion die gleiche wie bei einer HCV-Monoinfektion.


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